B O G Y
Bericht
von Jenny Koch
Hotel Nassauer Hof
BOGY-Woche vom 25.04- 29.04.05
BOGY-
Woche am Heidelberg College
Gemeinschaftskunde
Jenny Koch
Panoramastraße
133
69126
Heidelberg
Heidelberg
2005
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1.
Einleitung (S.3)
1.1 Was ist BOGY?
1.1.2
Seit wann gibt es BOGY am Heidelberg College?
1.1.3
Warum gibt es BOGY?
1.1.4
Meine persönlichen Interessen
1.1.5
Meine Berufsziele
1.1.6
Wie und wo habe ich mich beworben
1.1.7
Welche Erwatungen habe ich an diese Woche
2. Die Berufserkundung (S.4)
2.1 Angaben über das Hotel Nassauer Hof
2.1.1
Geschichte des Hotels
2.1.2
Haben sie regelmäßig BOGY Schüler?
2.1.3
Wie viele Zimmer hat das Hotel?
2.1.4 Von welchen
Gästen wird das Hotel vorwiegend besucht?
2.1.5
Was bietet das Hotel besonderes?
2.2 Tagesberichte (S.5-7)
2.2.1
Montag 25.04.05
2.2.2
Dienstag 26.04.05
2.2.3
Mittwoch 27.04.05
2.2.4
Donnerstag 28.04.05
2.2.5
Freitag 29.04.05
3. Auswertung (S.7-8)
3.1 Vergleich
3.1.1
negative Eindrücke
3.1.2
positive Eindrücke
3.2
Schlusswort
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1.1. Was ist Bogy?
Berufsorientierung
am Gymnasium, kurz BOGY genannt, ist ein vom Kultusministerium erarbeitetes
Konzept, das den Prozess der Berufs- und Studienwahl in den Klassen 10 bis 13
in Gang setzen soll.
1.1.2
Am Heidelberg College gibt es die BOGY- Woche seit 1998. Man hat sich
entschlossen, diese in der 11. Klasse durchzuführen.
1.1.3
Nach den Erfolgen in Realschulen wurde 1994 um gemäß §1 des Schulgesetzes von
Baden Württemberg, „die Schüler auf die
Mannigfaltigkeit der Lebensaufgaben und auf die Anforderungen der Berufs- und
Arbeitswelt (...) vorzubereiten“, gerecht zu werden, die BOGY-Woche auch an
Gymnasien eingeführt, in der Hoffnung die hohe Zahl der Studienabbrüche in
Deutschland verringern zu können.
Die
Schule bietet dafür den organisatorischen Rahmen, die Schüler und Schülerinnen
informieren und orientieren sich selbstständig und wählen bewusst ihren Berufs-erkundungsplatz.
1.1.4 -
Unternehmensleitung
- Marketing
- Personalwesen
- Management
1.1.5
Ich möchte zunächst mein Abitur bestehen und anschließend in der Schweiz oder
in Bayern Hotelmanagement studieren.
1.1.6
Meinen BOGY-Platz habe ich über Beziehungen meiner Mutter bekommen.
1.1.7
Von meiner BOGY-Woche erwarte ich mir einen umfassenden Einblick in die
Hotellerie, sowie die damit verbundenen Erfahrungen in die alltägliche Welt der
Gastfreundschaft zu erlangen. In den Sommerferien 2004 absolvierte ich bereits
ein Praktikum im „Hotel Europa- der Europäische Hof“ in Heidelberg. Obwohl mir
die Arbeit im Hotel gut gefiel, bin ich mir über meine Zukunftspläne noch nicht
im Klaren. Ein weiteres Praktikum soll mir endgültige Sicherheit geben.
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2.1 Angaben über das Hotel Nassauer Hof
2.1.1 Das Hotel wird seit 1920 geführt.
Vor 1920 war das
Hotel eine Herberge für Zugreisende,
da der
Hauptbahnhof sich früher an der
Poststraße lag.
2.1.2 Schon seit längerem werden
Praktikumsplätze an
Schüler
vergeben. Insbesondere Schüler von allgemein bildenden Gymnasien werden
bevorzugt.
2.1.3 23 Zimmer stehen den Gästen zur Verfügung.
Das Hotel besitzt mehrere Parkplätze in einer nahe
liegenden Garage.
Es bietet den Gästen ein kleines Frühstücksbuffet an.
2.1.4 Die Gäste setzen sich aus Geschäftsreisenden und
Touristen zusammen. Zum größten teils, wird es von Geschäftsmännern besucht.
2.1.5 Das Hotel zeichnet sich durch seine zentrale Lage
aus.
Es hat ein mexikanisches Ambiente und bietet demnächst eine
Saunalandschaft und ein Fitnessraum an.
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2.2 Tagesberichte
2.2.1 Montag
25.04.05
Natalie begrüßte mich an meinem ersten BOGY-Tag um 6:30 an
der Rezeption des Hotels Nassauer Hof. Meine erste Aufgabe war es zusammen mit
Natalie das Frühstücksbuffet aufzubauen. Zudem musste ich die Tische eindecken.
Um 7:00 trafen die ersten hungrigen Gäste ein, die ich mit
einem Lächeln freundlich begrüßte.
Überraschenderweise durfte ich die Frühstücksgäste selbstständig
bedienen.
Als die Gäste den Frühstückssaal verlassen hatten musste
ich die Tische abräumen und das Geschirr in die Spülmaschinen einräumen.
Ich lernte schnell, dass die Arbeit in einem Hotel sehr
anstrengend ist. Natalie erklärte mir, dass man in einem Hotel nie ohne
Beschäftigung ist. Sie sagte mir, dass ich die Gäste und das Frühstücksbuffet
nie aus den Augen lassen darf.
Gegen 9:30 verließen die letzten Gäste den Frühstückssaal.
Um 10:00 Uhr musste ich dann mit Frau Kozuch auf Etage. Housekeeping ist das
Reinigen der Zimmer. Frau Kozuch teilte mir das Bettenmachen und Staubsaugen
zu. Sie zeigte mir aber auch, wie man die Bettwäsche wechselt. Um sicher zu
gehen, dass nichts vergessen wurde, musste ich am Nachmittag nochmals alle
Zimmer kontrollieren.
Um 16:00 Uhr durfte ich dann müde und erschöpft das Hotel
verlassen.
2.2.2 Dienstag
26.04.05
Auch am Dienstag begann mein Arbeitstag mit dem Vorbereiten
des Frühstücksbuffets.
Heute musste ich erst später auf die Etage und so half ich
Natalie das komplette Buffet abzuräumen. Nicht geöffnete Speisen räumte ich
wieder in die Kühlschränke in der Küche ein. Außerdem füllte ich die
angebrochenen Säfte und Marmeladen um, um sie am nächsten Tag wieder frisch
servieren zu können.
Doch schon um 10:00 wurde ich von meiner Arbeit
unterbrochen, da mich Herr Weißenborn besuchte. Ich konnte ihm gleich mein
Gelerntes vorführen, als ich ihm mit einem Lächeln eine Tasse Kaffee mit Milch
servierte.
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In einem kurzen
Gespräch erzählte ich ihm von meinen ersten Eindrücken.
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Um 11:00 Uhr musste ich zu Frau Dragicia auf Etage. Doch
schon um 13:00 Uhr holte mich Herr Rosset, der Manager des Hotels, ab. Zusammen
fuhren wir in den Großmarkt nach Dossenheim um dort einige Besorgungen zu
machen.
Wir kauften die Speisen für die nächsten Tage. Er erklärte
mir, dass nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Produkte für
den Hotelbetrieb entscheidend ist.
2.2.3 Mittwoch
27.04.05
Am Mittwoch durfte ich erstmals auch an der Rezeption
arbeiten. Interessant an der Arbeit am Front Office fand ich den Gästekontakt.
Es ist sehr spannend die Gäste zu begrüßen
und ihnen die Zimmer zu zeigen. Auch die Arbeit am Computer machte mir sehr viel
Spaß.
2.2.4 Donnerstag
28.04.05
Mein vorletzter BOGY-Tag begann wieder mit dem Eindecken
des Buffets. Auch die Tischdekoration musste ich für die Gäste vorbereiten.
Langsam erkannte ich, dass mir
die Erfahrungen der letzen Tage zu Gute kamen. Natalie
lobte mich, da meine Arbeit zunehmend routinierter wurde.
Zusammen mit Herrn Rosset und Natalie versuchten wir am
Nachmittag aus den ausgefallenen Zutaten, die wir zwei Tage zuvor in
Dossenheim eingekauft hatten, ein
außergewöhnliches Gericht, das wir in Zukunft vielleicht in
unsere Speisekarte aufnehmen werden.
Das Küchenteam zeigte mir zugleich welche Wirkung das
Aussehen eines Gerichtes haben kann, „
(...) das Auge isst mit“.
Nach der anstrengenden Arbeit in der Küche begleitete ich
Herrn Rosset in den Getränkemarkt. Durch Werbung hatte dieser erfahren, dass
der Wein aus Italien diese Woche besonders günstig sei. Zudem kauften wir noch
Mineralwasser und weitere Getränke ein.
Er nutzte die Gelegenheit mir etwas über Weine zu erzählen.
Der Chianti aus dem Anbaugebiet der Toskana sei die beste Wahl für unser neues
Gericht.
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2.2.5
Freitag 29.04.05
Mit zwei geteilten Gefühlen betrat ich am Freitag das
Hotel. Einerseits war ich traurig, dass die BOGY- Woche schon zu Ende geht,
doch ich freute mich auch darauf endlich wieder ausschlafen zu können. Heute
verbrachte ich den Mittag in der Wäscherei.
Um Kosten zu sparen gibt das Management ein Teil der Wäsche
in die Reinigung. Die zurückkommende Wäsche sollte ich nun auf ihre
Vollständigkeit kontrollieren.
3.1. Vergleich
3.1.1
Nach einer Woche in einem Hotelbetrieb musste ich erkennen, dass die Arbeit in
dieser Branche durch das lange Stehen sehr anstrengend ist. Vor allem das frühe
Aufstehen machte mir Probleme.
In
den ersten Tagen taten mir abends die Beine weh. Mir wurde klar, dass eine
Ausbildung sehr hart werden würde. Da meine Mutter selbst eine Hotelfachschule
besucht hatte und lange Zeit in einem Hotel gearbeitet hatte, erzählte sie mir
schon früh von ihren Erfahrungen.
Das
Hotel Nassauer Hof ist mit 23 Zimmern
ein Kleines Stadthotel. Deshalb verläuft der Hotelbetrieb gemütlich. Trotz der
vollen Belegung waren meine Aufgaben oft eintönig. Ich hatte mir gewünscht auch
eine große Veranstaltung zu erleben.
3.1.2
Sehr schön fand ich, dass ich den Manager, Herrn Rosset, persönlich kennen
lernen durfte. Auch den Kontakt mit den anderen Mitarbeitern des Hotels habe
ich sehr genossen. Vor allem die Atmosphäre zwischen den Mitarbeitern, aber
auch das persönliche Ambiente in dem Hotel hat mich sehr beeindruckt.
Die
Erfahrungen mit dem Housekeeping, also die Arbeit auf der Etage, war lustiger
als erwartet. Die Einkäufe in den Großmärkten waren für mich eine Erfahrung der
besonderen Art. Meine Weinkenntnisse werden meine Eltern bei unserem nächsten
Restaurantbesuch sicher beeindrucken.
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Auch wird sich meine Mutter darüber sehr freuen, dass ich
das professionelle Bettenmachen gelernt habe. Beeindruckend waren auch die
Erfahrungen, die ich am Front-Office gesammelt habe.
Dankbar
über meine Entscheidung meine BOGY-Stelle in einem kleinen Hotel gesucht zu habe,
bin ich wenn ich auf meine Erfahrungen
mit dem Umgang mit dem Gast zurückblicke.
Ein
weiterer Grund warum mir die Arbeit in einem Hotel sehr gut gefällt, ist die
Arbeit im Team. Ich finde es sehr schön mit anderen Menschen zusammen zu
arbeiten.
Schlusswort:
Ich finde sehr gut, dass es das BOGY-Projekt gibt. Für mich
war es von Vorteil, dass die Woche in der 11. Klasse stattfindet.
Für meine Zukunft werden mir die BOGY-Erfahrungen sehr von
Nutzen sein. Damit meine ich nicht nur die praktischen Erfahrungen, die ich im
Laufe der Woche gesammelt habe, sondern auch jene, die die Unterrichtseinheit
mit sich brachte.
Ganz besonders den Lebenslauf, den wir im Rahmen des
Gemeinschaftsunterrichtes erstellt haben, werde ich weiterhin verwenden. Auch
fand ich es sehr gut, dass wir die Suche nach einem Unternehmen frei und
selbstständig gestalten durften.
Das BOGY-Projekt gab mir die Gelegenheit wertvolle
Erfahrungen zu sammeln und einen weiten Einblick in die Branche des Tourismus
zu erlangen, ohne dabei meine Ferien „opfern“ zu müssen.
Auch dass der BOGY-Bericht in Gemeinschaftskunde
gleichwertig wie eine Klassenarbeit gewertet wird, finde ich sehr gut.
Ich
bin durch die BOGY-Woche zu der Überzeugung gekommen, dass die Hotelbranche
meine berufliche Zukunft ist.
Die
Sommerferien werde ich nun nutzen Informationen über Ausbildungsstätten in
Deutschland und in der Schweiz einzuholen. Vielleicht finde ich auch die Zeit
mir die eine oder andere Schule anzuschauen.
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